Am 26. Februar empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Vertreter*innen der Arbeitsgemeinschaft deutscher Familienorganisationen (AGF) zum Dialog über aktuelle familienpolitische Themen. Sidonie Fernau, Vorsitzende des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften, spricht im Anschluss von einem sehr offenen Gespräch. „Die Bundeskanzlerin war sehr interessiert an unseren Themen.“ Besonders wichtig war es Sidonie Fernau, die Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung anzusprechen: „Ein wichtiges Qualitätsmerkmal in diesem Zusammenhang ist auch die interkulturelle Öffnung und antirassistische Arbeit in den Einrichtungen.“

Die Familienorganisationen betonten in dem Gespräch die Bedeutung der Familien und die Notwendigkeit, sie angemessen zu unterstützen. Sie begrüßten die in den letzten Monaten erzielten Schritte, bedauerten jedoch die aus ihrer Sicht unzureichenden Maßnahmen im Gesetz zur zielgenauen Stärkung von Familien und ihren Kindern durch die Neugestaltung des Kinderzuschlags und die Verbesserung der Leistungen für Bildung und Teilhabe („Starke-Familien-Gesetz“) und dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung („Gute-Kita-Gesetz“).

Zudem begrüßten die Verbände die Einigung auf ein Vereinbarkeitspaket auf der Europäischen Ebene und betonten, dass vor allem die Vereinbarkeit von Pflegetätigkeiten und Beruf mehr Beachtung erfahren müsse. So plädierten die Familienorganisationen für eine wirkungsvolle Pflegezeit, mit der pflegende Angehörige die Chance erhalten, in ihrer Berufstätigkeit zurückzutreten und dafür einen finanziellen Ausgleich zu erhalten.

Neben Sidonie Fernau nahmen Erika Biehn, Vorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter; Ulrich Hoffmann, Präsident des Familienbunds der Katholiken; Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbands sowie Christel Riemann-Hanewinckel, Präsidentin der evangelischen Arbeitsgemeinschaft an dem Gespräch mit der Bundeskanzlerin im Bundeskanzleramt teil.

Die Pressemitteilung als PDF.

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